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Häufig gestellte Fragen zu Unterricht im Wald

Bitte wende dich unter unterrichtimwald@sdwbayern.de an uns, wenn du keine Antwort auf deine Frage findest.

Unterricht im Wald ist regulärer, lehrplankonformer Unterricht, der außerhalb des Klassenzimmers im Naturraum stattfindet. Dabei werden Inhalte aus Fächern wie Mathe, Deutsch, Sachkunde oder Kunst erlebnisorientiert und mit allen Sinnen nähergebracht. Wald wird dabei zum Lernort und gleichzeitig zum Lerngegenstand. 

Regelmäßiger Unterricht im Wald fördert fachliches Lernen ebenso wie Sozialkompetenzen, Motivation und Konzentration. Studien zeigen zudem positive Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit sowie auf den Stressabbau. Gleichzeitig entwickeln Kinder eine stärkere Verbundenheit zur Natur und ein nachhaltiges Umweltbewusstsein.


Damit Unterricht im Wald seine volle Wirkung entfalten kann, sollte er regelmäßig und langfristig stattfinden und eng mit dem Unterricht im Klassenzimmer verknüpft sein. Einzelne Ausflüge ersetzen dieses Konzept nicht.


Grundsätzlich alle. Die Unterrichtskonzepte wurden so entwickelt, dass Lehrplaninhalte verschiedener Fächer im Wald umgesetzt werden können. Der Wald bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für fächerübergreifendes Lernen.


Vor Beginn sind eine Gefährdungsbeurteilung, das Einverständnis der Schulleitung sowie der Erziehungsberechtigten erforderlich. Lehrkräfte sollten über Kenntnisse zu waldtypischen Gefahren, Unfallprävention und Erster Hilfe verfügen. Außerdem ist die Zustimmung der Grundstückseigentümerin oder des Grundstückseigentümers notwendig. Eine Mustergefährdungsbeurteilung, einen Muster-Nutzungsvertrag sowie weitere Informationen finden Sie hier:


Ideal ist ein gut erreichbares Waldgebiet in der Nähe der Schule, das regelmäßig genutzt werden kann. Ein vertrauter Lernort schafft Routinen und gibt den Kindern Sicherheit. Im Optimalfall kann ein eigener Schulwald gegründet werden. Weitere Informationen wie eine Schulwaldgründung gelingen kann finden Sie in der Schulwaldbroschüre. 


Grundsätzlich ja. Regelmäßige Waldtage sollen unabhängig von der Witterung stattfinden. Nur bei Sturm oder Unwetter sollte aus Sicherheitsgründen auf den Aufenthalt im Wald verzichtet werden.


Rucksack der LK


  • 1. Hilfe Kit, inkl. Kühlpads zum Knicken 
  • Mobiltelefon
  • Klassenliste mit Kontaktdaten der Eltern
  • Mülltüten
  • Wasserflasche
  • Taschentücher/Toilettenpapier
  • Handdesinfektionsmittel
  • Schnur
  • Seile
  • Wäscheklammern
  • Klemmbretter
  • Leere   Wortkarten / Karteikarten
  • Ggf. Lavaerde   als Seifenersatz + Handtuch
  • Klappspaten
  • Ggf. akustisches Signal – Glocke, Hupe, etc.
  • Sonnenschutz (Plane/Tarp)
  • Taschenmesser/Schere
  • Bunte Tücher   zum Markieren oder als Hintergrund


Rucksack der Schülerinnen und Schüler     


  • Block
  • Stifte
  • Sitzmatte
  • Getränk
  • Brotdose
  • Regensachen 
  • Ggf. (Becher-)Lupen
  • Kleiner Beutel   / Dose zum Aufbewahren von Waldschätzen


Ja. Die SDW bietet praxisorientierte Fortbildungen zu „Unterricht im Wald“ für Lehrkräfte, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie weitere Interessierte an. Ziel ist es, Sicherheit für den Schritt nach draußen zu vermitteln und die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, Unterricht im Wald anschließend selbstständig umzusetzen. 

Neben Grundlagen zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) stehen vor allem praktische Erfahrungen im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erproben exemplarische Unterrichtseinheiten selbst im Wald und lernen Möglichkeiten kennen, verschiedene Fächer mit wenig Vorbereitungsaufwand nach draußen zu verlagern. Dabei werden auch organisatorische Fragen und die Voraussetzungen für eine regelmäßige Nutzung des Waldes thematisiert. 

Die Fortbildungen werden je nach Bedarf halb- bis zweitägig angeboten und können auch individuell für Kollegien oder mehrere Schulen gestaltet werden. In Bayern können feste Angebote unter anderem über FIBS gebucht werden; auch in mehreren anderen Bundesländern bestehen bereits Kooperationspartner für Fortbildungen zu „Unterricht im Wald“. 

Aktuelle Termine hier.


Bildung für nachhaltige Entwicklung möchte Kinder dazu befähigen, Zusammenhänge zu verstehen, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und verantwortungsvoll zu handeln. Der Wald bietet dafür einen besonders anschaulichen Lernraum: Ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen werden unmittelbar erlebbar.

Durch regelmäßige Waldbesuche können Schülerinnen und Schüler Veränderungen über längere Zeit beobachten, Zusammenhänge erkennen und sich mit Themen wie Klimaschutz, Biodiversität, nachhaltiger Forstwirtschaft und Ressourcennutzung auseinandersetzen. Dabei werden wichtige Zukunftskompetenzen wie systemisches Denken, Kooperation, Problemlösefähigkeit und Verantwortungsbewusstsein gefördert.

Gleichzeitig kann durch wiederkehrende Naturerfahrungen eine persönliche Beziehung zum Wald entstehen. BNE wird so nicht nur theoretisch vermittelt, sondern mit eigenem Erleben und Handeln verbunden.


Häufig gestellte Fragen zu den Materialien

Bitte wende dich unter unterrichtimwald@sdwbayern.de an uns, wenn du keine Antwort auf deine Frage findest.

Der Ordner enthält fertig ausgearbeitete und praxiserprobte Unterrichtskonzepte für die Grundschule, die direkt im Wald umgesetzt werden können. Die Einheiten greifen Inhalte verschiedener Unterrichtsfächer auf und verbinden diese mit den besonderen Möglichkeiten des Lernortes Wald. Klare Ablaufbeschreibungen, Materialangaben, Kopiervorlagen und Differenzierungsmöglichkeiten erleichtern die Durchführung. Ziel ist es, Lehrkräften einen einfachen Einstieg in den Unterricht im Wald zu ermöglichen und den zusätzlichen Vorbereitungsaufwand möglichst gering zu halten.


Der Ordner richtet sich an Lehrkräfte der Grundschule, die Unterricht regelmäßig in den Wald verlagern möchten – unabhängig davon, ob sie bereits Erfahrung mit Draußenunterricht haben.


Ja. Die Unterrichtseinheiten wurden auf Grundlage des bayerischen LehrplanPLUS entwickelt und in enger Zusammenarbeit mit dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) abgestimmt. Die zentralen Inhalte und Kompetenzen der Grundschullehrpläne sind jedoch bundesweit in vielen Bereichen vergleichbar. Daher lassen sich die Konzepte auch in anderen Bundesländern sehr gut einsetzen und mit den jeweiligen Lehrplänen verknüpfen. Die Materialien bieten somit eine fachlich und didaktisch fundierte Grundlage für Unterricht im Wald – unabhängig vom Bundesland.


Die Unterrichtseinheiten sind so ausgearbeitet, dass sie mit möglichst wenig zusätzlichem Vorbereitungsaufwand im Wald umgesetzt werden können.


Nein. Die Konzepte können flexibel und unabhängig voneinander eingesetzt werden. Da die Unterrichtseinheiten an den Inhalten des Grundschullehrplans ausgerichtet sind, können Lehrkräfte jeweils die Einheit auswählen, die zum aktuellen Thema und Lernstand im Schuljahr passt. So lässt sich der Unterricht im Wald unmittelbar mit dem regulären Fachunterricht verbinden. Den größten pädagogischen Mehrwert entfaltet das Konzept jedoch durch regelmäßig stattfindende Waldtage, bei denen der Wald kontinuierlich als Lernort genutzt wird.


Die Konzepte sind praxisorientiert aufgebaut. Viele Unterrichtseinheiten nutzen Materialien, die direkt im Wald vorhanden sind. Ergänzend werden nur wenige, leicht zu beschaffende Materialien benötigt.


Ja. Ein eigener Schulwald ist eine wertvolle Ergänzung, aber keine Voraussetzung für „Unterricht im Wald“. Auch ein gut erreichbares Waldstück oder andere geeignete Naturräume in der Nähe der Schule können als Lernort genutzt werden. Viele Unterrichtseinheiten lassen sich beispielsweise auf Wiesen, in Parks oder anderen naturnahen Flächen durchführen. Entscheidend ist vor allem, dass der Lernort regelmäßig und unkompliziert erreichbar ist und Möglichkeiten zum Entdecken, Beobachten und praktischen Lernen bietet.


Das Projekt entstand mit dem Ziel, Lehrkräfte dabei zu unterstützen, den Wald regelmäßig und unkompliziert als Lernort in den Schulalltag zu integrieren. Befragungen von Lehrkräften zeigten dabei einen besonderen Bedarf an direkt einsetzbaren Unterrichtsmaterialien und praxisnahen Fortbildungen, die Sicherheit geben und den Schritt vom Klassenzimmer nach draußen erleichtern.


Die Unterrichtseinheiten verbinden fachliches Lernen mit unmittelbaren Erfahrungen in der Natur. Themen wie Wald, Klima, Biodiversität oder die Nutzung natürlicher Ressourcen können direkt erlebt, untersucht und aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. Gleichzeitig fördern die Methoden selbstständiges Lernen, kritisches und vernetztes Denken, Zusammenarbeit, Problemlösefähigkeit und verantwortungsvolles Handeln – wichtige Kompetenzen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Eine besondere Bedeutung hat dabei die regelmäßige Nutzung des Naturraums. Wenn Kinder immer wieder an denselben Lernort zurückkehren, können sie Veränderungen wahrnehmen, Zusammenhänge besser verstehen und eine persönliche Beziehung zur Natur entwickeln. BNE wird dadurch nicht nur als Thema behandelt, sondern mit dem eigenen Erleben und Handeln verbunden.

Der Ordner unterstützt Lehrkräfte somit dabei, BNE kontinuierlich und fächerübergreifend in den Schulalltag zu integrieren, anstatt sie auf einzelne Projekttage oder Unterrichtsthemen zu beschränken.


Copyright © 2026 Unterricht im Wald – Alle Rechte vorbehalten.

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